DIW Econ Analyse deckt Steuerwirkungen auf lizenzierten Online-Glücksspielplattformen auf
Geschrieben von Wendy Beck · 12.10.2026

DIW Econ Analyse deckt Steuerwirkungen auf lizenzierten Online-Glücksspielplattformen auf

Steuermodell beeinflusst effektive RTP-Werte
Die aktuelle Untersuchung von DIW Econ zeigt, wie das deutsche Steuermodell für lizenzierte Online-Glücksspiele zu einer effektiven RTP von rund 89 Prozent führt, während illegale Anbieter Werte um die 95 Prozent erreichen, und diese Differenz ermöglicht es Spielern, mit identischem Einsatz deutlich länger zu agieren, da die Abgabenlast direkt in die Auszahlungsquote einfließt und legale Plattformen dadurch strukturell benachteiligt werden.
Experten haben beobachtet, dass diese steuerliche Belastung seit der Einführung des GlüStV 2021 die Kanalisierung in den regulierten Markt erschwert, während die illegalen Angebote weiter expandieren, und die Daten der GGL schätzen das Volumen dieses Schwarzmarkts auf 400 bis 600 Millionen Euro, wobei eine Studie der Universität Leipzig etwa 50 Prozent der Spielzeit auf nicht lizenzierten Operatoren verortet.
Wachstum des illegalen Marktes trotz Regulierungsziele
Obwohl der GlüStV 2021 klare Ziele zur Eindämmung des unregulierten Sektors formulierte, verzeichnet der illegale Online-Markt nach wie vor Zuwächse, und die Analyse von DIW Econ verdeutlicht, wie die steuerliche Struktur legale Anbieter in eine Wettbewerbssituation drängt, die Spieler in Richtung unregulierter Plattformen lenkt, wo längere Spielzeiten bei gleichem Kapitaleinsatz möglich sind.

Die GGL-Daten aus dem Oktober 2026 bestätigen dieses Volumen, während die Leipziger Untersuchung aufzeigt, dass die Hälfte der aktiven Spielzeit auf nicht autorisierte Seiten entfällt, und Branchenvertreter wie der DOCV-Präsident argumentieren, dass diese Konstellation die angestrebte Kanalisierung untergräbt, da die effektiven RTP-Unterschiede unmittelbar spürbar sind.
Argumente der Industrie und regulatorische Konsequenzen
Vertreter der Branche weisen darauf hin, dass das aktuelle Steuermodell legale Anbieter benachteiligt, und die DIW Econ Studie liefert Zahlen, die diese Position stützen, indem sie die RTP-Diskrepanz als zentralen Treiber für die Migration in den Schwarzmarkt identifiziert, wobei Spieler mit demselben Einsatz auf illegalen Seiten längere Sessions realisieren können.
Beobachter notieren, dass die Wachstumsdynamik des unregulierten Marktes die Ziele des GlüStV 2021 konterkariert, und die Kombination aus GGL-Schätzungen sowie der Universität Leipzig Studie zeigt, dass rund die Hälfte der Spielaktivitäten außerhalb lizenzierter Kanäle stattfindet, während die Steuerlast die Auszahlungsquoten legaler Plattformen systematisch senkt.
Schlussfolgerungen aus der DIW Econ Untersuchung
Die Analyse fasst zusammen, dass das deutsche Steuermodell direkte Auswirkungen auf die Attraktivität lizenzierter Angebote hat, und durch die niedrigere effektive RTP von etwa 89 Prozent gegenüber 95 Prozent auf illegalen Sites wird die Spielzeit pro Einsatz verkürzt, was Nutzer vermehrt zu nicht regulierten Alternativen bewegt, wo längere Partien bei identischem Budget möglich bleiben.
Die verknüpften Datenquellen, darunter GGL-Volumenschätzungen und die Leipziger Zeitanteilsstudie, untermauern diese Dynamik, und der DOCV-Präsident hebt hervor, wie die steuerliche Rahmenbedingung die Kanalisierungsziele des GlüStV 2021 beeinträchtigt, ohne dass neue regulatorische Anpassungen bisher gegengesteuert haben. Die vollständige Berichterstattung zur Studie bietet weitere Einblicke in diese Entwicklungen.